Planung & Konzept

Welche “Philosophie” steckt hinter diesem Angebot?
Durch undurchdachte Entscheidungen sind der deutschen Wirtschaft und dem deutschen Staat Milliarden Euro entgangen.

Hätte man die Daimler – Chrysler - Mitsubishi Fusion sorgfältiger durchdacht, sie wäre so nie zustande gekommen. Gleiches gilt für die Fusion zwischen BMW und Rover.

Hätte man – auch unter hohem Zeitdruck – die deutsche Vereinigung sorgfältiger durchdacht, sie wäre so nie zustande gekommen. (Aber sie wäre zustande gekommen.)

Und zahlreiche Insolvenzen mittelständiger Unternehmen sind auf die “Zeitfalle” zurückzuführen: Der Entscheidungsdruck wächst, ohne dass ihn eine methodisch gewonnene Erkenntnis begleitet.
Warum scheitern immer wieder politische oder unternehmerische Strategien und Konzepte?
Die herkömmlichen Antworten: Sie scheitern
— an der Unzulänglichkeit des Wissens.
— an Fehlanpassung.
— an der Überforderung, komplexe und rasch wechselnde Umgebungen
in bewegliche Ziele zu übersetzen.
— am Mut des Managements, ausgetretene Pfade auch mal zu verlassen.


Diese Erfahrungen sind zutreffend. Sie verfehlen aber den eigentlichen Kern. Die meisten unternehmerischen und politischen Strategien scheitern an einer  falschen Bewirtschaftung der Zeit. Die Zeit, die man der Wahrnehmungsschulung und der genauen Analyse gönnt, und die Zeit, die man auf ein sorgfältiges Durchdenken des Problems verwendet, ist in der Regel viel zu eng bemessen.

Noch immer gelten die Schlagworte der “neuen Ökonomie”: Der Schnelle schlägt den Langsamen. The winner takes it all. Aber gerade weil die “Welt sich immer schneller dreht” müssen wir sorgfältiger und ohne Hast zu denken lernen.
Denn Denken ist der einzige Multiplikator, der das ganze Ergebnis beeinträchtigt oder verstärkt. Für das Denken gilt: “Gut Ding will Weile haben.”

Im Management der 90er Jahre herrschte das Dogma, dass man ein Unternehmen nur dann beherrschen könne, wenn man alles “berechnen” kann. Zwischenzeitlich haben wir gelernt, dass gerade die “weichen Faktoren” ausschlaggebend sein können. Das Durchdenken eines Problems soll klären, wie die harten Faktoren und die weichen Faktoren zusammenwirken. Denn bevor wir mit dem Rechnen beginnen, müssen wir erst einmal klären, welche Rechnung wir aufmachen wollen.
Ein Beispiel
Während der Ölkrisen der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts operierten die meisten Ölkonzerne mit sogenannten linearen Prognosemodellen: sie rechneten den Preis aus der Preisentwicklung der vergangenen Jahre einfach hoch. Durch die Kartellbildung der Ölförderländer, die sogenannte OPEC, nahm die Preisentwicklung eine ganz andere Gestalt an. Nur ein Ölkonzern hatte dies bedacht – und konnte eine Fehlanpassung verhindern. Weil er die weichen und die harten Faktoren besser vernetzte. Bei Denkprozessen dieser Art kann und möchte ich unterstützen.




© 2005 - Gert Keil - Freiburg  Zum Seitenanfang