Was Sie von mir wissen sollten.
Das Studium der Philosophie, Wissenschaftstheorie, Soziologie
und Psychologie war prägend für mein weiteres Berufsleben.
Die insbesondere in Philosophie und Wissenschaftstheorie
gewonnene
„Ordnung des Denkens“ wurde durch 7 Jahre Berufserfahrung
als Referatsleiter beim Parteivorstand der SPD ergänzt.
Hier entwickelte ich ein
„Radarsystem“, das die Risiken
politischer Strategien einzuschätzen helfen sollte, als
Frühwarnsystem diente und zu einem wichtigen Führungsinstrument
des Präsidiums wurde.
In meiner Zeit als Ministerialrat des Saarlands kam mir die langjährige,
autodidaktische Aneignung der Volkswirtschaft zugute. Ich war für
Grundsatzplanung und Grundsätze der Wirtschaftspolitik zuständig.
Die letzten 2 Jahre leitete ich den Stab des saarländischen Ministerpräsidenten.
Den Kontakt zur Politik verlor ich auch nach meiner Zeit als
Ministerialrat nicht.
So beriet ich die niedersächsische SPD und den damaligen
Ministerpräsidenten Schröder als einziger Externer des Wahlkampfteams zwei
Jahre bis zur erfolgreichen Landtagswahl 1998. Auch danach arbeitete ich
gelegentlich für das
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und
für Bundesministerien. Für die Stadt Frankfurt entwarf ich ein Konzept zur
Neuerfindung der „
Römerberggespräche“.
Der Einblick in die Wirtschaft begann mich aber immer mehr zu faszinieren.
Bei Daimler-Benz brachte ich meine
Erfahrungen mit der Philosophie für die
damals anstehende Integration der autonomen Konzerne zu einem Technologiekonzern ein.
Als Verwaltungsratsmitglied einer Schweizer Beratungsfirma machte ich eigene (nicht immer beglückende)
unternehmerische Erfahrungen.
Nach 20 Jahren Pause – ich lehrte bis 1982 an der Universität Erlangen Philosophie – kehrte
ich als Lehrbeauftragter für
Soziologie an der Universität Freiburg zurück: als ein anderer
und durch das Leben geschulter.
In den letzten Jahren habe ich meine publizistische Tätigkeit verstärkt: Für die Badische Zeitung,
Frankfurter Rundschau, Spiegel, Neue Gesellschaft, TAZ, Erhard-Stiftung und in zahlreichen Aufsätzen und Vorträgen.
Der
„Staffellauf“ durch Philosophie und Politik, durch Wirtschaft und Universität hilft, andere Dinge und die Dinge
zugleich anders zu sehen. So bin ich unversehens zum
„Übersetzer“ geworden:
Ich wecke Verständnis, wo sich die Sphären
von Politik, Wissenschaft, Philosophie und
Wirtschaft berühren, und das tun sie viel
öfter als man vermutet.